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Die Wohnbau Moskitos gewinnen gegen den EV Duisburg

Die Wohnbau Moskitos haben das Vorbereitungsderby gegen den EV Duisburg mit 5:2 gewonnen. Trainer Frank Gentges hat uns nach dem Spiel ein Interview gegeben.

Am Sonntag kamen zum ersten Derby der Saison die Füchse aus Duisburg an den Westbahnhof. In einer guten Partie konnten sich die Essener jungen Wilden souverän mit 5:2 durchsetzen. Die Tore für die Moskitos schossen Thielsch, Lautenschlager, Fominych, Bires und Fiedler; auf Duisburger Seite netzten Pisarik und Walch ein. Eine schönes Spiel mit vielen tollen Spielzügen und stets hellwachen Essenern. Lediglich im letzten Drittel kam es zu einer unschönen Szene gegen den Essener Spieler Niklas Hildebrand. Dieser wurde als unbeteiligter Zuschauer einer Schlägerei auf dem Eis, rüde zu Boden gezogen und mehrfach mit dem Kopf aufs Eis geschlagen. Durch diese Aktion erlitt Niklas eine schwere Verletzung am Auge, welche bis dato noch nicht kuriert ist. Die genaue Diagnose steht weiterhin aus. Bereits am kommenden Freitag (15.09.2017) treffen die Wohnbau Moskitos erneut auf den Rivalen aus Duisburg. Das Bully ist um 20 Uhr in der Scania Arena Duisburg.

Die Redaktion sprach mit Cheftrainer und Sportmanager Frank Gentges über seine aktuellen Eindrücke.

Herr Gentges, wie ist Ihr Eindruck von der Mannschaft nach den ersten 5 Wochen des gemeinsamen Mannschafttrainings?

Alle Spieler, bis auf zwei, kamen in einem guten Zustand zum Auftakt des Mannschaftstrainings am 31.07.2017 in Essen an. Seit Beginn des Mannschaftstrainings arbeiten alle sehr gut mit und die Jungs verbessern sich kontinuierlich. Mit der gesamten Entwicklung bin ich teammäßig und individuell sehr zufrieden.

Wie zufrieden sind Sie mit den ersten 6 Vorbereitungsspielen?

Wir haben bewusst ausschließlich Top-Gegner aus der DEL, DEL 2 und Oberliga für unser Vorbereitungsprogramm gesucht und keine Opfer als Aufbaugegner. Ich wollte in kein Spiel als Favorit gehen, damit ich sehe wie unser junges Team und speziell unsere sehr junge Defensive unter extremem Druck funktioniert. Nur daran können die jungen Spieler wachsen und sich orientieren. Des Weiteren haben wir unseren Zuschauern dadurch auch sehr attraktive Gegner in der Vorbereitung präsentiert. Bis auf eineinhalb Drittel in Nauheim war ich mit unserer Mannschaft sehr zufrieden, ohne ins Detail zu gehen.

Wie ist die Situation bei den beiden Import-Stellen?

Julien Pelletier ist gerade 21 Jahre geworden, er braucht noch Eingewöhnungszeit, harmoniert aber schon jetzt in seiner vorgesehenen Reihe mit Tom Fiedler und Julian Lautenschlager recht gut und ist nach 6 Spielen mit 9 Scorerpunkten gemeinsam mit Julian Lautenschlager unser Top-Scorer. Die NHL gibt Millionen für Scouting aus und er ist gedraftet. Bis jetzt hat er sich kontinuierlich gesteigert und das muss er auch weiterhin tun um in Europa eine gewisse Rolle zu spielen.

Caleb Cameron dagegen passt nicht zu Andrej Bires. In der Bires Reihe mit Nikolas Hildebrand brauchen wir einen Import der Tore macht. Eishockey ist ein Statistik-Sport und Imports müssen produzieren insbesondere wenn wir nur zwei Stellen haben. Wir haben keine vertragliche Bindung mit Caleb Cameron mehr und haben einen neuen Spieler im Visier.

Alex Botten haben wir nur auf Wunsch und Absprache mit einem Agenten mit trainieren lassen. Er will sich für andere Teams in Europa empfehlen. Für uns war es eine gute und zusätzliche Option und er wusste durchaus auch zu gefallen.

Gibt es noch Baustellen, was fehlt noch bzw. ist noch zu verbessern?

Wir müssen uns täglich immer wieder verbessern, das ist ein fortlaufender Prozess, insbesondere weil die Mannschaft in der Defensive sehr jung und unerfahren ist, ist es noch ein langer und harter Weg. Finalität, Stabilität, Cleverness, alles Punkte die dabei enorm wichtig sind. Dazu ist es enorm wichtig das unser neu formiertes Team eine richtige verschworene Einheit wird und einen Spirit wie unser Team der letzten Saison entwickelt.

Personell ist deutlich zu sehen, dass uns der anvisierte, aber von uns nicht zu bezahlende, routinierte Verteidiger enorm fehlt. Dazu kommt aktuell noch der verletzungsbedingte Ausfall (Kiefer- und Nasenbeinbruch) von Verteidiger Marcel Pfänder, der zwar auch noch sehr jung ist, aber als ehester eine Führungsrolle in der Defensive übernehmen kann.

Ist mit Unterstützung von den Kooperationspartnern zu rechnen?

Die Düsseldorfer DEL hat aktuell auf Grund von Verletzungen nur einen Spieler nach Nauheim abgestellt und auch Nauheim hat Verletzte, somit steht für uns als Oberligist derzeit niemand zur Verfügung. So ist nun mal der Kreislauf und wir sind das schwächste Glied in der Kette. Wir sind aber eigenständig und so lange wir keine Verletzten haben, kommen wir gut klar. Des Weiteren versuchen wir regelmäßig DNL-Spieler aus Köln und Düsseldorf in unseren Trainings- und Spielbetrieb einzubauen. Da sind durchaus talentierte Spieler bei, insbesondere Stürmer Danie Bindels von den Kölner Haien und Verteidiger Nicolas Geitner von der Düsseldorfer EG können uns weiterhelfen.

Haben Sie sich schon endgültig auf einen Mannschaftskapitän und die beiden Assistenten festgelegt?

Wir wechseln zur Zeit ein bisschen durch, es bleibt abzuwarten wer sich final rauskristallisiert. Vielleicht machen wir das auch weiter so und wechseln zwischen drei und vier Spielern durch. Mit einem Kapitänsamt tut man auch nicht jedem einen Gefallen. Es gibt auch nur ein oder zwei Spieler, die sich als Führungsspieler eignen. So ist das leider nun mal im Zeitalter der flachen Hierarchien.

Die Mannschaft hat gestern gegen den EV Duisburg einen der Top-Favoriten der Liga, ein hervorragendes Spiel gemacht und verdient gewonnen. Waren Sie überrascht von der Leistung  Ihrer Mannschaft?

Ich war sehr zufrieden, aber nicht überrascht, eine logische Folge unserer derzeitigen Entwicklung. Duisburg bleibt trotzdem einer der Top-Favoriten der Liga, die Mannschaft ist individuell brutal gut besetzt.

Was sagen Sie zu den unfairen Attacken der Duisburger Spieler 8 Minuten vor Spielende und das in einem Vorbereitungsspiel?

Bis zu den Szenen 8 Minuten vor Spielende direkt vor der Duisburger Bank, war es ein sehr gutes und faires Oberliga Spiel. Dass Spieler von der Bank in dieses Geschehen eingreifen und Spieler von hinten attackiert werden, ist nicht in Ordnung, aber dafür sollten wir drei Schiedsrichter auf dem Eis haben. Die Bilder zeigen wie Niklas Hildebrand von hinten attackiert wurde ohne reagieren zu können und mit voller Wucht mit dem Kopf aufs Eis schlägt. Aktuell kann er auf dem linken Auge immer noch nichts sehen, wir sind aber guter Dinge dass sich das reguliert.

Sie selber haben dabei eine seltsame Spieldauerdisziplinarstrafe bekommen, weil sie bei dieser Unterbrechung 8 Minuten vor Schluss mit einem Fuß auf dem Eis standen und die 40 Meter entfernte Szenerie beobachtet haben. Wie lächerlich empfinden Sie diese ausgesprochene Strafe der holländischen Schiedsrichter?

Das Spiel war unterbrochen, bei der Schlägerei vor der Duisburger Bank waren mindestens 20 Spieler plus Schiedsrichter involviert. Aus meinem Blickwinkel von unserer Bank hatte ich da keinen Einblick und stand ein paar Sekunden bei offener Bandentür mit einer Hand an der Bande auf dem Eis um das Geschehen zu verfolgen, ohne Kontaktaufnahme zu Spielern oder Schiedsrichtern, Anscheinend war das für den Linienrichter wichtiger als die Spieler vor der Duisburger Bank auseinander zu bringen. Der holländische Hauptschiedsrichter hat das Spiel gut geleitet, nach dem Spiel habe ich dann erfahren wer der holländische Linienrichter war, da wurde mir einiges klar.

Vielen Dank für das Interview.

Damit ist nun auch klar, dass Caleb Cameron nicht mehr zum Kader der Wohnbau Moskitos gehört. Wir wünschen Celeb alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg im sportlichen Bereich.

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