6:8 - Wohnbau Moskitos unterliegen HEV

Weitere Verletzte können die Wohnbau Moskitos derzeit nicht wirklich gebrauchen, doch vor und während des Derbys in Herne reduzierte sich der Kader der Essener weiter. Man konnte froh sein, dass vier DNL-Jungs aus Düsseldorf mit dabei  waren. Neben Pfeifer und Lehmann war Kreuzmann nicht dabei und auch Willaschek musste kurzfristig passen. So ging dem ESC in einem wilden Torspektakel am Ende die Puste aus. 6:8 mussten sich die Essener geschlagen geben.
 
Nach 1:40 Minuten sorgte der Herner Fominych dafür, dass nur noch drei Essener Verteidiger im Kader waren, er beförderte Frick nicht nur in die Bande, sondern anschließend auch ins Krankenhaus. Die Spieldauerstrafe gegen Fominych und damit verbundene fünfminütige Überzahl nutzten die Moskitos früh zu einem Tor durch McLeod und später bei vier gegen vier fiel das 0:2 durch Richter. Anschließend konnte erneut McLeod einen Schuss von Hildebrand abfälschen. So stand es nach dem ersten Drittel 3:0 für die Moskitos.
 
Im zweiten Drittel lief man nur noch hinterher und Herne konnte am Ende des Abschnitts mit 5:4 in Führung gehen bei einem Gegentreffer von Hildebrand. Zusätzlich bitter: Nach einem Schlagschuss mit Gesichtstreffer musste auch Saccomani ins Krankenhaus gebracht werden.
 
Im letzten Abschnitt fiel sehr schnell das 5:5 durch Patocka nach Vorlage von McLeod. Herne erzielte jedoch die Tore zum 6:5 und 7:5. Erneut Patocka brachte Essen noch einmal auf 7:6 heran. Doch gut eine Minute vor dem Ende die endgültige Entscheidung für Herne zum 8:6.
 
Nun gilt es schnellstmöglich die Verletzungen zu kurieren, damit man im letzten Viertel der Saison ein paar Punkte einfahren kann. Angesichts der Personalsituation scheint es wohl gar nicht so verkehrt, dass den Moskitos am kommenden  Wochenende nur eine Partie bevorsteht. Am Sonntag kommen die Crocodiles Hamburg an den Westbahnhof (18.30 Uhr).
 
Das sagt ESC-Chefcoach Larry Suarez: „Wir hatten heute eine super Möglichkeit, die für mich beste Mannschaft der Liga zu schlagen. Leider ist uns das nicht gelungen, sicherlich auch - und das soll keine Ausrede sein - aufgrund der vielen Ausfälle. Von der Mentalität her kann ich dem Team keinen Vorwurf machen. Wir müssen jetzt weitermachen. Wir glauben an uns, werden aber auch weiterhin keine Geschenke bekommen.“
 
Drittel:
0:3, 5:1, 3:2
 
Tore:
0:1(03:00) McLeod (Grözinger/Hoffmann), 0:2 (05:04) Richter (McLeod/Hildebrand),
0:3 (05:56) McLeod (Hildebrand/Richter), 1:3 (20:59) Asselin (Liesegang/Thielsch), 2:3
(22:58) Asselin (Liesegang/Ziolkowski), 2:4 (23:36) Hildebrand (Kraus/Bartuli), 3:4 (28:24)
Marsall (Liesegang/Ziolkowski), 4:4 (30:56) Calabrese Jr. (Bauermeister/Liesegang), 5:4
(39:45) Asselin (Penalty), 5:5 (41:31) Patocka (McLeod/Hildebrand), 6:5 (43:42) Thielsch
(Piskor), 7:5 (51:28) Thielsch (Marsall/Kasten), 7:6 (55:55) Patocka (McLeod/Hildebrand),
8:6 (58:49) Asselin (Marsall/Ziolkowski)
 
Strafen:
Herne 9 Minuten + Spieldauer (Fomynich), Essen 8 Minuten

Tilburg, Teddys, Tombola und Derby

Knüller-Wochenende für die Wohnbau Moskitos.

Für die Wohnbau Moskitos geht es am Wochenende gegen das Top-Duo der Oberliga Nord. Erst kommt Spitzenreiter Tilburg Trappers an den Westbahnhof (Freitag, 20 Uhr), am Sonntag ist der ESC dann im Derby beim Tabellenzweiten Herner EV (Sonntag, 18.30 Uhr) gefordert.

Wobei: Möglicherweise bekommen es die Moskitos auch in Herne mit dem Ersten zu tun. Nur einen Punkt steht der HEV derzeit hinter Tilburg, bei einem Sieg am Freitag und einem zeitgleichen Ausrutscher der Trappers könnte der Rivale vom Gysenberg das Kommando in der Tabelle übernehmen. Allerdings hat Tilburg zwei Partien weniger absolviert. So oder so - klar ist, dass den ESC im Derby eine äußerst schwere Aufgabe erwartet. Im vergangenen Aufeinandertreffen Ende November demonstrierte Herne seine Klasse und besiegte die Moskitos mit 9:3, und auch das erste Duell in der laufenden Saison entschied der HEV zu seinen Gunsten (4:1).

Das Paradestück der Herner ist sicherlich ihre Offensive: Mit 144 Toren stellt das von Danny Albrecht trainierte Team den besten Angriff der Liga. An mehr als einem Drittel davon war Nils Liesegang beteiligt, der mit zwölf Toren und 39 Vorlagen der Topscorer beim HEV ist. Sogar noch einen Punkt mehr hat Tilburgs gefährlichster Spieler auf dem Konto. Mitch Bruijsten traf 28 Mal und legte 24 weitere Tore auf. In den vergangenen Jahren konnten die Moskitos mehrfach für Überraschungen gegen den Serienmeister aus den Niederlanden sorgen. Das klappte in dieser Spielzeit mit eher ausbaufähiger Erfolgsquote. Beim 3:4, 3:6 und 4:7 hatten die Essener zwar immer das Nachsehen, waren aber nie chancenlos unterlegen und trugen jedes Mal zu einem unterhaltsamen Torfestival bei.

Spektakel wird es auch am Freitag in der Eissporthalle West geben - in jedem Fall abseits des sportlichen Geschehens. Mit Kaffee Express als Sponsor of the Day veranstalten die Moskitos nämlich eine große Charity-Aktion. Neben dem ersten Teddy Toss in der Geschichte des Westbahnhofs - 600 Stoffbären können am Freitag vor Ort erworben und dann beim ersten Tor für den ESC auf die Eisfläche geworfen werden - wird es eine große Tombola mit über 200 Preisen geben. Die Erlöse kommen sowohl der Aktion Lichtblicke e.V. als auch der Jugendabteilung der Moskitos zu Gute.

Das sagt ESC-Chefcoach Larry Suarez: „Wir treffen auf die beiden besten Teams der Liga. Vor allem in der Offensive sind Tilburg und Herne ungemein stark. Wir gehen mit Respekt, aber sicherlich ohne Angst in diese Spiele. Im Gegenteil: Wir freuen uns und wollen den Fans etwas bieten. Die Jungs haben eine gute Trainingswoche hinter sich, die Atmosphäre ist super. Und die letzten Siege haben uns wieder neues Selbstvertrauen geliehen. Das wollen wir am Wochenende unter Beweis stellen.“

Moskitos verschieben Jahreshauptversammlung

Die ursprünglich für Samstag, den 18.01.2020 geplante Jahreshauptversammlung des ESC Moskitos e.V. muss nach Auskunft der Vereinsführung um zwei Wochen verschoben werden. Grund dafür sind rechtliche Bedenken gegen Formalia bei der Einberufung, die an den Verein herangetragen wurden.

Aus dem Vereinsumfeld gab es in der zurückliegenden Woche einen Einspruch gegen das Einladungsschreiben. Da der amtierende Schatzmeister Ismail Tekin seinerzeit aus Termingründen nicht anwesend sein konnte, wurde die Einladung nur vom derzeitigen 1. Vorsitzenden Torsten Schumacher unterzeichnet.

Nach Rücksprache mit dem Vereinsanwalt wurden die juristischen Bedenken gegenüber diesem Vorgehen bestätigt. Gerichte, die sich in der Vergangenheit in vergleichbaren Fällen bei anderen Vereinen mit diesem Problem auseinandersetzen mussten, gelangten zu unterschiedlichen Urteilen. Einen echten Präzedenzfall gibt es offenbar nicht.

Für die Vereinsführung äußerte sich der designierte Vorstand Thomas Haver: „Wir bedauern diese kurzfristige Verschiebung zutiefst, wollen uns aber gerade im Hinblick auf den Neuanfang im Verein nicht mit dem Risiko einer Anfechtung der Ergebnisse der Hauptversammlung und insbesondere der Wahlergebnisse belasten.“

Der Termin für die Jahreshauptversammlung wurde nunmehr auf den 2. Februar 2020 festgelegt, die den juristischen Vorgaben folgende formelle Einladung wird umgehend an die Mitglieder des Vereins versandt werden.

Moskitos klettern mit 4:1-Erfolg über Krefeld auf Rang neun

Wieder mit Lars Grözinger, aber noch ohne Florian Kraus, konnten die Moskitos gestern in das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Krefelder EV 81 starten. Krefeld konnte zuletzt Erfurt daheim besiegen und auch gegen die Hannover Scorpions für eine Überraschung sorgen. Man war also gewarnt, startete konzentriert in die Partie und legte so den Grundstein für den späteren 4:1-Sieg.

In der elften Minute das 1:0 für die Moskitos. McLeod hatte LeBlanc freigespielt, der legte vor dem Tor schön quer auf Saccomani, dieser erzielte die Führung für Essen. Im zweiten Abschnitt kam Krefeld in der 24. Minute zum 1:1-Ausgleich. Gut  eine Minute später jedoch die erneute Führung zum 2:1 für die Moskitos, als McLeod aus spitzem Winkel den Puck unter die Latte lupfte.

Nun die Moskitos mit einer starken Phase, aber Richter verlor in der 36. Minute an der blauen Linie den Puck und LeBlanc konnte den Konter nur regelwidrig stoppen, so dass es Penalty für Krefeld gab. Wie schon in Hannover konnte die gegnerische Mannschaft diesen nicht verwandeln. Frensel parierte gegen Dreschmann und es blieb bei der knappen Führung für Essen.

Noch in der gleichen Minute das 3:1 für die Moskitos, als Zajic auf Vorlage von Lamers den Puck vor das Tor spielte, Holzmann einfach mal den Schläger in den Pass hinein hielt und Staudt im Krefelder Tor erneut keine Chance ließ. In Minute 49 die Entscheidung für die Moskitos. Willaschek und Kreuzmann legten für Patocka auf und dieser traf mit einem schönen Rückhandlupfer zum 4:1 für Essen, was auch gleichzeitig den Endstand der Partie bedeutete. Nach dem Spiel wurden noch Bappert
bei Krefeld und Lamers bei Essen als beste Spieler ihres Teams gewählt.

Das sagt ESC-Chefcoach Larry Suarez: „Ich habe ein gutes Spiel gesehen. Manchmal wollten es die Jungs etwas zu schön spielen, aber im Endeffekt haben wir den richtigen Weg gefunden. Positiv hervorheben möchte ich heute Peter LeBlanc. Er gibt sich wirklich Mühe und macht in der letzten Zeit sehr viele kleine Dinge richtig, die uns helfen. So wie bei seiner Vorlage zum ersten Tor. Jetzt müssen wir weitermachen.“

Der Kampf um den Einzug in die Pre-Play-Offs verspricht in den letzten 13 Spielen der Saison sehr spannend zu werden, trennen die drei Konkurrenten um die begehrten zwei Plätze derzeit nur drei Punkte.

Drittel: 1:0, 2:1, 1:0

Tore: (10:26) 1:0 Saccomani (LeBlanc/McLeod), (23:21) 1:1 Bappert (Stöhr/Kovacs),
(24:29) 2:1 McLeod (Hildebrand/Richter), (35:58) 3:1 Holzmann (Zajic/Lamers), (48:30) 4:1
Patocka (Willaschek/Kraus)

Strafen: Essen 8 Minuten, Krefeld 8 Minuten

Zuschauer: 847

Moskitos werden in Hannover für fahriges Powerplay bestraft

Leider musste man wieder auf vier Spieler verzichten, Kraus konnte durch eine Entzündung immer noch nicht spielen und Grözinger mit Rückenbeschwerden nicht auflaufen. Huebscher und Saccomani waren angeschlagen dabei. Am Ende  unterlagen die Moskitos mit 2:4 bei den Hannover Indians.

Man startete mit Kevin Beech im Tor und gut in die Partie und wehrte die ersten Angriffswellen der Hausherren erfolgreich ab. Die erste Strafe gegen Zajic nutzten nicht die Hausherren, sondern die Moskitos zur 1:0-Führung. Patocka hinter dem Tor legte für Saccomani auf, der Lehr im Hannoveraner Kasten überwinden konnte. Bosas konnte in der 15. Minute aus der Halbdistanz zum 1:1 ausgleichen, doch eine Überzahlmöglichkeit für Essen führte in der 17. Minute zum 2:1 für die Moskitos.
Hildebrand schoss von der Seite Torwart Lehr an und Patocka beförderte den Puck irgendwie ins gegnerische Tor. So wurden auch erstmalig die Seiten gewechselt.

Im zweiten Drittel offenbarte sich nun das Manko des heutigen Tages; das Überzahlspiel. Dreimal hintereinander hatte man die Gelegenheit, für jeweils zwei Minuten mit einem Spieler mehr zum Torerfolg zu kommen, doch keine der Gelegenheiten wurde genutzt. Insgesamt gelangen den Moskitos im gesamten Spiel nur zwölf gezählte Torschüsse, was angesichts von sechs ungenutzten Überzahlmöglichkeiten viel zu wenig war. Hannover blieb dadurch im Spiel und konnte seinerseits gegen Ende des 2. Drittels in der 38. und 40. Minute zwei Überzahlspiele durch Weyrauch und Bosas zur eigenen 3:2-Führung nutzen. Das Spiel nun gedreht und es ging in die 2. Drittelpause.

Im letzten Abschnitt startete Essen mit einer Überzahl, aber wie zuvor beschrieben, leider auch hier ohne Erfolg. So richtig fand man auch nicht mehr ins Spiel zurück, Hannover kontrollierte die Partie und man hoffe zwar aus Essener Sicht noch auf eine gute Gelegenheit auf den Ausgleich, doch in der 53. Minute war es erneut Bosas mit seinem dritten Tor, der die endgültige Entscheidung zum 4:2 für die Indians besorgte. Die letzten Minuten vergingen ohne nennenswerte Aktionen und so musste das Team von Coach Suarez die Heimreise ohne etwas zählbares im Gepäck antreten.

Nächstes Heimspiel ist am heutigen Sonntag gegen den Krefelder EV 81 mit Beginn um 18:30 Uhr am Essener Westbahnhof. Letztmalig gilt hier die Rabattaktion für Dauerkartenbesitzer von RWE.

Drittel: 1:2, 2:0, 1:0

Tore: (09:18) 0:1 Saccomani (Patocka/Frick), (14:28) 1:1 Bosas (Niddery/Weyrauch),
(16:50) 1:2 Patocka (Hildebrand/McLeod), (37:01) 2:2 Weyrauch (Bosas/Niddery), (39:10)
3:2 Bosas (Bacek/Pohanka), (52:29) 4:2 Bosas (Niddery/Weyrauch)

Strafen: Hannover 14 Minuten, Essen 10 Minuten

Zuschauer: 3014

Moskitos erweitern ihren Trainerstab

Die Essener Moskitos können Zuwachs im Trainerstab vermelden. Neben Chefcoach Larry Suarez werden künftig Jan Vondracek als Torwarttrainer und Stephan Mattern als
Athletiktrainer das Mannschaftstraining begleiten.

Der 42-jährige Jan Vondracek ist am Essener Westbahnhof kein Unbekannter. Als Trainer der ersten Mannschaft stand er in der Saison 2011/2012 bei den Moskitos an der Bande.
Aktuell ist der gebürtige Tscheche auch beim Ligaprimus Tilburg Trappers für die Ausbildung der Goalies verantwortlich und soll vor allem Leon Frensel, der in den letzten Monaten einen großen Sprung nach vorn gemacht hat, weiter stabilisieren und voranbringen.

Auch Stephan Mattern hat bereits die Arbeit mit dem Team aufgenommen. Der 29-jährigeMülheimer verfügt über eine A-Lizenz als Athletiktrainer, Rehabilitationstrainer und Personal Coach. Neben der Verbesserung der körperlichen Fitness der Spieler setzt Mattern darauf, körperliche Überlastungserscheinungen frühzeitig zu erkennen und die dazu passenden regenerativen Maßnahmen zu ergreifen, um Ausfälle künftig minimieren zu können.

Angesichts des kleinen Kaders der Moskitos versprechen sich die Vereinsverantwortlichen hier deutliche Fortschritte. Doch auch im mentalen Bereich will Mattern ansetzen und
Organisation, Zugehörigkeit, Teamdenken, Loyalität, Unterstützung, Verantwortung und zielorientiertes Arbeiten vermitteln. „Wir wollen gemeinsam Ziele erreichen! Dazu müssen wir gemeinsam agieren und funktionieren. Ein wichtiger Bausteine der Teamarbeit ist der Zusammenhalt und das WIR-Gefühl. Auch daran werde ich gemeinsam mit dem Team arbeiten.“

Im Namen der Vereinsführung zeigt sich Thomas Wilken froh über die Verstärkung. „Die Verpflichtung von Jan Vondracek und Stephan Mattern ist aus unserer Sicht ein weiterer
wichtiger Schritt in die Zukunft der Moskitos. Wir müssen künftig besonderen Wert auf die qualifizierte Ausbildung des Teams legen, um den Verein perspektivisch gut aufzustellen.“

Fotos: Stephan Mattern und Dirk Unverferth

Moskitos beim 3:2 n.V. gegen Rostock mit zweitem Sieg in 2020

Die vierstellige Zuschauerzahl wurde nicht geknackt, aber 977 Zuschauer sorgten beim ersten Heimspiel des Jahres 2020 für eine ordentliche Kulisse und sie bekamen eine taktisch geprägte, aber auch spannende Partie mit den Moskitos als verdientem Sieger zu sehen. Die Personalsituation unverändert schlecht, vier Spieler fehlten bei den Moskitos, auch Rostock musste z.B. auf Koopmann und Beck verzichten, konnte dafür aber wieder den zuletzt erkrankten Import Lukacevic einsetzen, Tomanek kam dafür als überzähliger Ausländer nicht zum Einsatz. 

Von Beginn an versuchte Rostock es mit einem Defensivkonzept, welches vorsah, die Moskitos erst spät zu attackieren und dann mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Doch auch die Essener hatten gelernt und liefen den Piranhas nicht ins offene Messer, sondern beschränkten sich selber auch mal auf das Verteidigen des eigenen Tores, um Ruhepausen zu  schaffen und auf Fehler des Gegners zu warten.  In der 19. Minute legten Hoffmann und LeBlanc für den starken Lars Grözinger auf, der ins Verteidigungsdrittel der Rostocker zog und dem gut haltenden Urbisch im Gästetor keine Chance zum 1:0 für die Moskitos ließ.

Pausentee und der war auf Essener Seite wohl noch nicht verdaut, als man kurz nach Beginn des zweiten Drittels in Überzahl nach einem Befreiungsschlag Rostocks nicht nachsetzte, Leon Frensel im Essener Tor die Scheibe nur unglücklich nach vorne prallen lassen konnte, Stanley alleine vor dem Tor stand und dieses zum 1:1-Ausgleich für Rostock nutzte. Nun eine schwächere Phase im Spiel der Moskitos und Brockelt in der 26.Minute mit der 1:2- Führung für die Gäste von der Ostsee. Doch die Moskitos blieben weiterhin geduldig und als Kurka 2 Strafminuten wegen Spielverzögerung bekam, war es Thomas Richter, der fünf Sekunden vor Ablauf der Strafe mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den 2:2-Ausgleich besorgte.

2.Drittelpause und im letzten Abschnitt startete Rostock zunächst stark und setzte die Moskitos im eigenen Drittel fest. Nach einer Strafe gegen Baumgardt in der 50.Minute, die Rostock jedoch überstand, wollte man so rein gar nichts mehr für das Spiel machen und gab sich mit dem einen Punkt zufrieden. Die Moskitos versuchten es bis zum Ende des Spiels aus allen Lagen, doch immer war ein Schläger oder ein Körperteil eines Rostocker Spielers dazwischen.

So blieb es beim Unentschieden und die Verlängerung bot sich als erste Chance, einen Sieger des Spiels zu finden. Nachdem Rostock bei 3 gegen 3 fast zwei Minuten in Scheibenbesitz war, führte der erste Puckverlust zu einem Alleingang der Moskitos.

Das Geburtstagskind Fabio Frick auf Seiten der Essener war es, welches den Alleingang trotz Bedrängnis durch zwei Rostocker im Tor hinter Urbisch zum 3:2- Overtimesieg für die Moskitos einnetzen konnte. Somit gingen zwei weitere Punkte an die Essener, die nun in der Tabelle Anschluss an Rostock gefunden haben und dem Platz 9 im Nacken sitzen.

Am kommenden Wochenende stehen die Spiele bei den Hannover Indians am Freitag, 10.01.2020 um 20:00 Uhr und gegen den Krefelder EV 81 am Sonntag, 12.01.2020 im Heimspiel auf dem Programm. Start ist hier wie gewohnt um 18:30 Uhr. 

Statistik:
Zuschauer: 977
Strafen: Essen 6 + 10 Min. Patocka, Rostock 12 + 10 Min. Becker
Schüsse: Essen 46, Rostock 32

Moskitos starten das Jahr 2020 mit einem 3:1-Sieg in Erfurt

Erstes Spiel im Jahr 2020 und gleich eine weite Reise zu den Black Dragons aus Erfurt. Verzichten musste man krankheitsbedingt auf Kraus und kurzfristig auch auf Huebscher, der nach dem Warmmachen passen musste. So blieben nur noch fünf Verteidiger und 9 Stürmer, die in der Konstellation noch nie zusammen gespielt hatten. Patocka kehrte wieder zurück neben seinen Sturmpartner aus alten Zeiten, Niklas Hildebrand. Aaron Mc Leod  komplettierte die Reihe. LeBlanc rutschte auf zu Saccomani und Grözinger. Holzmann nun mit Lamers und Zajic zusammen in einem Block.

Erfurt hatte sich für das Spiel gegen Essen einiger zur Verfügung stehender Förderlizenzspieler aus Dresden bedient und konnte mit 19 + 2 Spielern einen ganzen Block mehr aufbieten als das Gästeteam. Leon Frensel, der startende Goalie der Essener, bekam gleich einiges zu tun. Aus einer kontrollierten Defensive heraus setzten die Moskitos aber ihre gefährlichen Stiche, von denen in der zehnten Minute gleich zwei innerhalb von 29 Sekunden durch Saccomani, davon einmal in Unterzahl, zur 0:2-Führung für Essen verwertet werden konnten. Aufgelegt wurde Tor 1 von LeBlanc und Kreuzmann, Tor 2 von Hildebrand und Hoffmann, der sich mit seinen übrig gebliebenen Verteidigerkollegen Richter, Willaschek, Frick und Kapitän Kreuzmann pärchenweise abwechselte. Somit ging es auch in die erste Drittelpause.

Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild. Erfurt zwar optisch überlegen, aber Essen jederzeit gefährlich.  Hinter Tor 3 war dann nicht der Zonk, wie in einer damaligen Fernsehsendung, sondern der erste Treffer von Peter LeBlanc seit seinem Tor bei den Hannover Indians vom 27.10.2019. Von Saccomani und Kreuzmann freigespielt schoss er unhaltbar für Otte im Erfurter Tor zum 0:3 für Essen ein. In der 31.Minute unterband Kreuzmann einen Gegenangriff der Gäste mit einem seitlichen Check gegen Weise, den die Unparteiischen als Check von hinten mit 2 Minuten Strafe plus 10 Minuten individuell für Kreuzmann werteten. Doch auch diese Strafe gegen Essen konnten die Erfurter wie alle anderen ihrer insgesamt fünf Überzahlmöglichkeiten nicht ausnutzen.

Somit eine Drei-Tore-Führung für die Moskitos zur zweiten Drittelpause. Im letzten Drittel musste Erfurt nun kommen und sie taten es auch. Schon in der 43.Minute der Treffer zum 1:3 durch Fischer, der nach einem Abwehrfehler alleine vor dem stark haltenden Frensel auftauchte und ihm keine Chance ließ. Anschließend erhöhter Druck des Heimteams und man hatte das Gefühl, wenn Erfurt den Anschluss schaffen würde, dass es dann für die Moskitos knapp wird. Aber das Bollwerk hielt und in den letzten sieben Minuten des Spiels konnten sich die Moskitos auch wieder mehr und mehr vom Erfurter Druck befreien. 90 Sekunden vor dem Ende Auszeit Erfurt und Otte ging für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Moskitos jedoch hielten sich und den Kasten von Frensel schadlos und erreichten somit einen verdienten Auswärtssieg bei den Black Dragons aus Erfurt.

Sonntag, 05.01.2020 steht nun das Heimspiel gegen die Rostock Piranhas an. Erstes Bully ist um 18:30 Uhr. Bitte beachten, dass auch bei diesem Heimspiel noch die Aktion für RWE-Dauerkarteninhaber und eine Begleitperson in Form von 5,- Euro Rabatt auf die Eintrittskarte gilt.

Statistik:
Zuschauer: 777
Strafen: Erfurt 6 Min., Essen 12 Min. + 10 Kreuzmann
Schüsse: Erfurt 34, Essen 24

Bilder: Sascha Lamozik - Feenstaub Entertainment

Seite 14 von 175